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Rohrraketen
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Lenksysteme für rohrabgefeuerte Panzerabwehrraketenergänzte Übersetzung Nach Auffassung von Experten konnte man mit den vorhandenen halbautomatischen Drahtlenksystemen nur schwer die Treffgenauigkeit von Panzerabwehrlenkraketen (PALR) wesentlich erhöhen. Deshalb konzentrierte man die Anstrengungen vornehmlich auf prinzipiell neue Raketenlenksysteme. Für eine annehmbare Variante hielt man insbesondere ein halbautomatisches System der Teleorientierung mit Laserstrahl, das eine präzisere Lenkung als die herkömmlichen Systeme ermöglicht. Mit derartigen Systemen konnten PALR der neuen Generation ausgerüstet werden, die Flugweiten von 4 bis 6 km erreichen. Solche Lenksysteme befinden sich im Bestand vieler Armeen. Die aus der 125 mm Kanone D-81 abfeuerbaren Raketen werden beim T-80 bis T-90 mit Laserstrahl gelenkt und auch die aus der 100 mm Kanone D-10 des T-55AM2B abgefeuerte Rakete 9M117 wird nach diesem Prinzip gesteuert. Ein Beispiel für ein solches lasergestütztes Leitstrahllenksystem ist im Folgenden beschrieben.
Das Lenksystem besteht aus einer Bordanlage und dem Steuerkomplex
in der Rakete. Hauptelement der Bordanlage ist der Laserstrahler. Der Lichtstrom
geht vom arbeitenden Laser durch die optischen Modulatoren und optischen
Einrichtungen, die aus beweglichen und starren zylindrischen Linsen bestehen.
Im Ergebnis bilden sich vier optische Bündel, die einen gewissen "Korridor"
in Richtung des Ziels bilden. Der Steuerkomplex der Rakete gewährleistet
die Bewegung der Rakete im Zentrum dieses Korridors. Bei Abweichen der Rakete
von dieser Richtung schneidet sie eines der Lichtbündel. Die Steuerung
empfängt ein optisches Signal, nach dessen Verarbeitung die Kommandos
für die Flugbahnkorrektur erarbeitet werden. Für die vollkommensten Systeme hält man solche der automatischen Selbstlenkung nach dem Prinzip "abfeuern und vergessen". Der Schütze hat lediglich das Ziel zu erfassen und anzuvisieren. Am Prozess des Lenkens der Rakete ins Ziel ist er nicht mehr beteiligt. Dabei erhöht sich nicht nur die Treffgenauigkeit sondern es verringert sich der negative Einfluss der Gefechtssituation auf den Lenkschützen. Zwei Grundtypen Gegenwärtig sind verschiedene Grundtypen an automatischen Lenksystemen gebräuchlich - solche mit Infrarot- und mit Radar-Zielsuchköpfen. Für Zukunftsträchtig hält man PALR mit Infrarot-Zielsuchköpfen, die einen Mosaik-IR-Empfänger besitzen, der sich in der Fokusebene des optischen Systems befindet. Ein Mosaik-Empfänger enthält mehr als 1000 Elemente. Es erfolgt ein elektronisches Ablesen der Signale von jedem Element des Mosaiks. Das Ziel wird vom Suchkopf der Rakete vor dem Start erfasst - beim Anvisieren des Ziels. Während des Fluges gewährleistet dann der Zielsuchkopf das automatische Zielbegleiten und das Lenken der Rakete ins Ziel. Die Masse eines solchen Komplexes beträgt circa 16 kg. Mit diesem PALR-System ist es möglich neben Panzerzielen auch tieffliegende Luftziele zu bekämpfen. Den hauptsächlichen Vorzug eines Zielsuchkopfes im mm-Bereich gegenüber einem auf IR-Basis sieht man in der hohen Funktionstüchtigkeit bei schlechten Witterungsbedingungen und bei künstlicher Vernebelung, als Mangel gilt die geringere Lenkgenauigkeit. Es wird gearbeitet an Zielsuchköpfen die im Bereich von 35 GHz arbeiten und auch in anderen Lenkwaffen eingesetzt werden sollen. Der Zielsuchkopf arbeitet in zwei Regimes einem aktiven (Radar) und einem passiven (radiometrischen). Das erste Regime dient zum Suchen und Erfassen des Zieles, der Übergang zum zweiten Regime erfolgt im Endabschnitt der Raketenflugbahn vor dem Ziel. Der Kopf der Rakete besteht aus drei Hauptelementen: der Antenne mit Verkleidung, dem Reflektor in Kardanaufhängung und dem Elektronikblock. Der Durchmesser des Zielsuchkopfes liegt bei etwa 152 mm, die Strahlungsleistung im aktiven Regime 4 Watt, die Breite des Strahls beträgt 4,3 Grad.
Zur Bordvorrichtung gehören zwei radiometrische Sensoren, deren Sichtwinkel zueinander in einem Winkel von 90 Grad liegen. Jeder Sensor tastet das Gelände unter der Flugbahn ab. Bei Entdecken eines interessierenden Ziels wird das Ziel im oberen, am wenigsten geschützten Teil durch einen Hohlladungsgefechtskopf oder eine projektilbildende Ladung bekämpft
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